Der Zenweg


Auf der Suche nach einem für mich passenden geistigen Weg strömten viele Einflüsse auf mich ein, die ich im Lauf meines Lebens erkundet habe. Entscheidend waren dabei nicht so sehr die unterschiedlichen „Wahrheiten“, die mir die Lehrer vermittelt haben, sondern meine eigenen Entdeckungen die ich durch die Erfahrungen im Lauf der Jahre machen durfte.


Viele Lehrer berufen sich auf eine Art Linie oder durchgehende Kette von Meistern von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Obwohl ich traditionell auch einer solchen Linie angehöre, hat dies auf meine eigene Entwicklung keinen besonderen Einfluss.


Neben meinen Haupt-Zenlehrern Soko Morinaga und Seiko Hirata hatte ich viele andere Lehrer unterschiedlichster Traditionen, und die meisten von Ihnen würden sich nie als „Meister“ bezeichnen oder es strikt ablehnen, mit irgendeiner „Tradition“ in Verbindung gebracht zu werden. Andere wiederum würde ich als „Lehrer des Herzens“ bezeichnen, denn von Ihnen habe ich durch ihr „Vorleben“ mehr gelernt als von manchen „Meistern“. Glücklicherweise bin ich an wichtigen Gabelungen meines Lebensweges immer den richtigen Lehrern des Herzens begegnet.


All meinen Lehrern bin ich zutiefst dankbar, ohne nun den einen oder anderen besonders hervorzuheben. Alle haben sie gemeinsam, dass sie sehr darauf bedacht waren, mich keinesfalls von ihnen abhängig zu machen, sondern dafür Sorge zu tragen, mich zu meiner eigenen Befreiung zu führen.


     Eine besondere Überlieferung außerhalb der Schriften,

     unabhängig von Wort und Schriftzeichen:

     unmittelbar des Menschen Herz zeigen, -

     die (eigene) Natur schauen und erwachen.


Im Lauf der Jahre meiner eigenen Übung in den unterschiedlichsten Traditionen und durch meinen mehrjährigen Aufenthalt im Kloster Tenryu-ji in Kyoto, bin ich mit wachsender Erfahrung immer offener gegenüber Fragen geworden, die sich mir in meiner Übung gestellt haben. Die intensive Beschäftigung mit diesen Fragen haben mir neue, auch traditionsübergreifende Wege aufgezeigt, auf denen ich – unabhängig und frei von Dogmen und einzelnen Traditionen – Schritt für Schritt vorangehe. Wobei es hier für mich auch kein Unterschied mehr zwischen dem Tee- und dem Zenweg gibt:


     cha-zen-ichi-mi

     der Geschmack von Tee und Zen ist Eins.


Natürlich habe ich im Lauf der Zeit nicht auf alle Fragen eine Antwort gefunden, aber die Fragen sind weniger geworden oder ganz verschwunden. Auch deshalb kann ich heute eine unabhängige Beratung zu Fragen der Meditation und den unterschiedlichen Traditionen anbieten.


Unsere Meditationsseminare können sowohl strenges Sitzen in der Rinzai-Tradition des Zen oder in Form von Meditationsgesprächen und/oder Metta-Meditation stattfinden.


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