
Alle, die dem Teeweg folgen wollen, mögen sich hüten vor Eifersucht und Neid. Sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, andere zu beneiden oder zu verführen — dies ist unverzeihlich. In dem Maß, wie ihr euch täglich in den Teeweg vertieft, werdet ihr mit Glück belohnt werden. Je mehr ihr zu anderen aufschaut, um so klarer wird eure eigene Stellung im Verhältnis zu ihnen werden. Wann immer etwas Unglückliches geschieht, versuchen die Menschen, sich selbst in möglichst gutem Licht erscheinen zu lassen. Aber wenn ihr an das demütige Herz des Gastgebers im Teeraum denkt, dann wird diese andauernde Gier nach Macht als das gesehen, was sie ist, denn der Gastgeber kennt den geistigen Geschmack des Tees. Ihr müsst wissen, was ihr wisst; und wissen, was ihr nicht wisst, denn nur dann werdet ihr die Grenzen eurer Stärke deutlich sehen.
Tantansai (1894-1964)